Am 25. September 1944 wurde Prof. Dr. Rudolf Kriss nach einer Denunziation durch den Berchtesgadener Maler Gottfried Rasp in Berlin zum Tode verurteilt (siehe Dies und Das: August 2023).
Daraufhin sagte der Schnitzer Maxl Metzenleitner vom Faselsberg, genannt Zickei, zu Gotthard Brandner, damals Vorsitzender der Vereinigten Weihnachtsschützen: „Den Rasp Friedl, den daschiaß i mid meim Bea (Böller)“. Reaktion vom Gotthard: „Dua ins des ned o. Mir ham gnua Gschiss mid´m Bormann“ (bei Kriegsende Leiter der NSdAP und enger Vertrauter Hitlers – Näheres über die Reibereien zwischen den Schützen und Bormann im Buch Kriss: Die Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes und ihr Brauchtum). Daraufhin meinte der Zickei: „Guad, nachan mach i´s anders: Wann da Krissei iwalebd, nachan schnitz i eahm a Kruzifix.“ Kriss überlebte und der Maxl schnitzte (siehe Bild). Leider ging es für den Zickei nicht gut aus: Er wurde nächtens von einem US-Jeep überfahren und getötet.
Quelle: mündlich durch Dr. Hubert Kriss †
Text und Foto: Gernot Anders
Mi 16.03.26
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