Hanielstraße und Gräfin-Waldersee-Straße, zwei Straßennamen, mit denen von der Marktgemeinde Berchtesgaden aber nur eine Person geehrt wird. Und das innerhalb eines Ortes, und auch nur wenig voneinander entfernt. Das hat Seltenheitswert.
Vor knapp 50 Jahren beschloss der Gemeinderat, die Wiese beim Alten Bahnhof Königssee nicht zu bebauen. Jetzt soll sich das ändern. Die Argumente von damals sind aber aktueller denn je.
Anton Adner, vulgo Dannei, starb vor 200 Jahren am 15. März 1822 in Berchtesgaden und wurde unweit seines heutigen Grabmals auf dem Friedhof am Anger beigesetzt.
An einer Hausecke vom Zauner-Haus in Berchtesgaden ist eine Figur des Heiligen Vitus angebracht. Der Heilige sitzt in seinem typischen Attribut, einem Kessel, der mit siedendem Blei und Pech gefüllt war. Diese ungemütliche Badesituation hatte ihm der römische Kaiser Diokletian eingebrockt.
Vor 100 Jahren erhielt die Stiftskirche die Figurengruppe der „Verlorene Sohn“ zum Geschenk. Sie wurde im August 1922 erstmals im Presbyterium zwischen Hochaltar und Kommunionbank aufgestellt. Man meinte, dieser Platz versinnbildlicht am besten, „wie Gott gleich dem Vater des verlorenen Sohnes, dem an der Kommunionbank knieenden heimgekehrten reumütigen Sünder entgegenkommt und ihn zu seinem Gastmahl lädt“.
Der Mann in Berchtesgadener Tracht hat es eilig. Nur kurz blickt er zur Seite, während er mit weitem Schritt vorbei geht. Vermutlich war er sich nicht dessen bewusst, dass er gerade von einem der bedeutendsten Physiker fotografiert wurde: von Wilhelm Conrad Röntgen.
Obwohl Berchtesgaden in der Zeit der Wittelsbacher Könige keine Residenzstadt war, hat es sowohl ein königliches Schloss als auch eine königliche Villa. Es stellt sich die Frage - warum ist das so?
Berchtesgaden ist die kleinste Gemeinde Deutschlands, die nicht nur einen Bahnhof (Bf) hat, sondern einen Hauptbahnhof (Hbf). Manche meinen, dass das mit dem Bau des übergroßen Berchtesgadener Bahnhof im Dritten Reich zu tun hat, aber der Bahnhof in Berchtesgaden hieß bereits vor der Machtergreifung des Jahres 1933 Hauptbahnhof. Warum?
Es ist ein weiter Weg von Berchtesgaden nach Griechenland. Knappe 1400 Kilometer Luftlinie. Und trotzdem stößt man immer wieder auf Griechisches. Betrachtet man im Markt die Fassade des ehemaligen Kerschbaumerhauses, in dem heute ein Drogeriemarkt untergebracht ist, fällt einem ein kleines Detail auf.
Graf Berengar I. von Sulzbach, * vor 1180, + 1125 ist in Berchtesgaden bekannt, weil er 1102 das hiesige Chorherrenstift gegründet hat. Aber was war der Grund, dass ihm und seiner Burg Kastl in der Ausstellung Rom und Byzanz in der Prähistorischen Staatssammlung München 1998/99 ein eigender Raum gewidmet wurde?
Während moderne Tourist*innen ihre Unterkunft meist online buchen, können sich viele ältere Berchtesgadner*innen noch gut an die Zeit erinnern, als „die Fremden“ mit Zügen den Talkessel erreichten und vor Ort ein Zimmer suchten. Vor allem an den Bahnhöfen ließ sich deshalb noch rasch ein freies Bett vermieten.
Den wenigsten wird bewusst werden, auf welch` geschichtsträchtigem Gebiet sie sich bewegen, wenn sie in unserer Nachbarstadt vom Nonntal, an der Kajetanerkirche vorbei, durch die Kaigasse dem Domquartier zustreben. In diesem Bereich gab es immerhin vier geistliche Herrensitze: den Berchtesgadenerhof, den Chiemseehof, den Gurkerhof und den Höglwörtherhof.
Mi 16.03.26
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