Berchtesgaden (kb) – Moana Kufer ist Schülerin am Gymnasium Tutzing. „Erinnern oder Verschweigen?“ heißt der Titel ihrer Facharbeit, in der sich die 18-Jährige mit dem Berghof Hitlers am Obersalzberg beschäftigt. Die Arbeit erstreckt sich thematisch von der touristischen Entdeckung des Berges im 19. Jahrhundert bis hin zum heutigen Umgang mit dem ehemaligen „Täterort“ der Nationalsozialisten. Vom Obersalzberg Institut in Berchtesgaden wurde die angehende Abiturientin bei ihrer Recherche tatkräftig unterstützt.
Berchtesgaden - Mitarbeiter des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (BLfD) werden ab 20. September mit ihren Arbeiten fortfahren und alle Boden- und Baudenkmäler auf dem Obersalzberg und dem Kehlstein erfassen. Der Erhebungsprozess vollzieht sich im Rahmen der bayernweit laufenden "Nachqualifizierung" der Denkmalliste.
Nachdem der Carl-von-Linde-Weg als Höhenwanderweg vom Markt Berchtesgaden in Zusammenarbeit mit der Linde AG, München, 2008 neu beschildert und hergerichtet sowie auf 5,4 Kilometer verlängert wurde, nutzen auch immer mehr Besucher des Dokumentationszentrums am Obersalzberg den Weg, um sich über die Geschichte des frühen Tourismus vor 1933 zu informieren. Seminarteilnehmer der TU München wanderten mit Zeitzeugen auf den Spuren Carl von Lindes.
Die Bayerischen Staatsforsten haben vergangene Woche mit der Abtragung historischer Landschaftserschließungsstraßen im Kehlsteingebiet begonnen. Die Arbeiten stoßen bei der Bevölkerung einmal mehr auf Unverständnis. Noch im Oktober 2009 war die umstrittene Maßnahme, bei der die Bauwerke aus der NS-Zeit modernen und schwerlasttauglichen Forstsandstraßen weichen sollen, vom bayerischen Landwirtschaftsministerium gestoppt worden.
In einem aufschlussreichen Gespräch mit dem OI kritisierte der Historiker und Fachmann für "sensitive historic sites" (historisch belastete Orte) Prof. Edward T. Linenthal die Situation im Bereich der Ruinenreste des ehemaligen "Berghofs" Adolf Hitlers. Er regt an, das Gelände bewusst für die interessierte Öffentlichkeit mit Hilfe eines didaktischen Konzepts zu erschließen - nur so könne man dem Abgrenzungsproblem zwischen natürlichem Interesse und unerwünschter NS-Nostalgik begegnen. Zum Interview (in englischer Sprache)
Die Dokumentation Obersalzberg lädt zum 15. Obersalzberger Gespräch mit dem Thema "Kind L 364 - eine Lebensborn-Familiengeschichte" am 22. April 2010 um 19.30 Uhr ein.
Über 10 Jahre Erfahrung mit dem Führungsdienst an der Dokumentation Obersalzberg haben den Schwerpunkt „Zeitgeschichte“ des Kath. Bildungswerks Berchtesgadener Land begründet. In diesem Frühjahr richtet sich der Blick nun auch auf das benachbarte Salzburg. Zwei interessante Führungen werden angeboten.
Die Sendung "Schwaben und Altbayern" (Sonntag, 7. März 2010, 18.05 Uhr - Bayerisches Fernsehen) wird die Problematik des lange behinderten Denkmalschutzes auf dem Obersalzberg thematisieren.
On Friday, February 05, 2010 Richard Nemec, spokesperson for the Monument Protection Agency of the Free State of Bavaria presented the audience of the annual New Year’s reception with what he called “an example of our work that is particularly sensitive and timely: Hitler’s Obersalzberg, then and now.”
Der Neujahrsempfang des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege wird traditionell auch zur Präsentation von laufenden Projekten der Denkmalpfleger genutzt. Vergangenen Freitag überraschte der Pressesprecher der Behörde vor 350 geladenen Gästen mit einem „besonders sensiblen und aktuellen Fall“: Hitlers Obersalzberg – damals und heute. Dabei gab es Denkwürdiges zu berichten.
Der Regisseur und Dokumentarfilmproduzent Oliver Halmburger, Mitbegründer des Obersalzberg Instituts e.V., wurde am 28. Januar in New York mit seinem Zweiteiler „Busting the Berlin Wall“ (Dt. ZDF-Originaltitel "Flucht in die Freiheit", 2009) mit dem Hauptpreis beim HistoryMakers Award 2010 ausgezeichnet.
Mi 16.03.26
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