Seit dem 1. Weltkrieg, als Italien Kriegsgegner von Österreich und Deutschland war bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts, als ungeliebte italienische Gastarbeiter zu "unseren" Pizzabäckern um die Ecke wurden, war Katzlmacher ein sehr beleidigendes Schimpfwort für Italiener. Was hat es mit diesem seltsamen Wort auf sich?
Jahrhundertelang wurden die deutschen Könige von den sieben (seit 1648 acht) Kurfürsten gewählt und später zu Kaisern gekrönt. Durch Doppelfunktion gehörte bei der Königswahl 1690 auch ein Berchtesgadener Fürstpropst zu den Wahlberechtigten: der 18-jährige Wittelsbacher Josef Clemens, der auch Erzbischof von Köln war und in dieser Funktion Kurfürst.
Begibt man sich beim Eingang im Kreuzgang Berchtesgaden gleich nach rechts, fällt sogleich ein massiger grauer Quader auf mit eigenartigen vier gleichgroßen kreisrunden konisch zulaufenden Vertiefungen an der Längsseite.
Die protestantische Reformation durch Martin Luther hat im Jahr 1517 in Wittenberg ihren Anfang genommen. Durch die Vertreibung von 1000 bis 2000 protestantischen Berchtesgadenern im Jahr 1733 wissen wir, dass Luthers Lehre auch im Talkessel Anhänger gehabt hat. Nur: Wie kam die Lehre nach Berchtesgaden?
Was sind schon 50 Jahre im Vergleich zum mehr als 400-jährigen Bestehen dieses altehrwürdigen Gebäudes? Und dennoch – es besteht Grund zum Feiern, wenn man bedenkt, dass vor gut 50 Jahren die Abrissbirne über dem Schlösschen schwebte.
Es muss zu Beginn des Schuljahres 1959 gewesen sein. Beim "Fuchs" am Schlossplatz herrschte großer Andrang um den Schulschreibwarenbedarf. Und da kam es zu folgendem unvergessenen Dialog: „… und dann bräuchte ich bitte noch ein Rechenheft!“ -- „Ein katholisches oder ein evangelisches?“ - „?????“ , ratlose Blicke.
Von den Aufenthalten bayrischer Könige in Berchtesgaden weiß man eine Menge. Ausnahme König Ludwig II. Der Märchenkönig mied nach seiner Thronbesteigung Berchtesgaden für immer. Was zu seinem Entschluss geführt hat, erfahren Sie hier.
Auf dem Berengarplatz zwischen der Stiftskirche und der Pfarrkirche steht eine Säule, die an die gefallenen Berchtesgadener Soldaten des "Siebzgerkriegs" von 1870/71 zwischen Deutschland und Frankreich erinnert.
Im Berchtesgadener Land stößt man immer wieder auf Steinmarterl aus längst vergangener Zeit. Die ältesten reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Da diese Bildstöcke nicht von der Kirche, sondern von Untertanen gestiftet worden sind, können sie als die ersten christlichen Denkmäler angesehen werden, die vom Volk stammen.
„Unsere“ Schlafende Hexe kennt natürlich jeder – und nicht erst durch die prägnanten Beschreibungen der Bootsführer vom Königssee, die insbesondere den „spitzigen“ Busen ins Visier nehmen. Als „Schlafende Hexe“ bezeichnet werden die Rotofentürme, der östliche Ausläufer des Lattengebirges. Es handelt sich von Ost nach West um den Vorderen (1370 m), Mittleren (1396 m) und Hinteren Rotofen (1460 m).
Wo sich der "Heldenfriedhof" in Berchtesgaden befindet, weiß vermutlich jeder, der in unserem Talkessel wohnt, aber, "drei Finger auf's Herz" - wer hat ihn schon mal besucht oder weiß gar, für welche und wieviele Tote er zur letzten Ruhestätte geworden ist und wann und warum er überhaupt entstanden ist?
Es hilft kein Jammern und Trauern: den Zehentstadl beim Oberaschau-Lehen in Bischofswiesen, den seinerzeit wohl letzten und größten Zehentstadl im östlichen Oberbayern gibt es nicht mehr. Er wurde vor 30 Jahren abgerissen.
Mi 16.03.26
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Heimatkundepreis 2026
19:00 Neuhaus,
Edelweiss-Stüberl
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